Router

Der Router ist die Schnittstelle zwischen DSL-Anschluss und Heimnetz. Welche Modelle es gibt, was die Routerfreiheit bedeutet und welche WLAN-Standards aktuell sind.

FRITZ!Box als Quasi-Standard

Der Berliner Hersteller AVM dominiert den deutschen Endkunden-Markt mit der FRITZ!Box. Die Geräte werden in mehreren Klassen angeboten:

Im Vergleich zu Provider-eigenen Routern (Speedport von Telekom, EasyBox von Vodafone, 1&1 HomeServer) bietet die FRITZ!Box mehr Konfigurations­möglichkeiten — etwa für VPN, Gastnetzwerk und detaillierte Statistik.

Routerfreiheit

Seit dem 1. August 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit — im heutigen Telekommunikationsgesetz ist sie in § 73 TKG geregelt. Das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt (§ 73 Abs. 1 TKG); Anbieter können Kund:innen zwar ein Endgerät überlassen, dürfen dessen Anschluss und Nutzung aber nicht zwingend vorschreiben (§ 73 Abs. 3 TKG). Ein eigener, technisch geeigneter Router darf also nicht abgelehnt werden. Die notwendigen Zugangsdaten und Informationen für Anschluss und Nutzung muss der Anbieter bei Vertragsschluss unaufgefordert, in Textform und kostenfrei bereitstellen.

Praktisch bedeutet das: Kund:innen können einen eigenen Router kaufen (z. B. eine FRITZ!Box im Handel), statt das Provider-Modell zu mieten. Vorteile: bessere Wiederverkaufbarkeit, unabhängig von Provider-Beschränkungen, oft günstiger über die Vertragslaufzeit.

WLAN-Standards

StandardIEEE-BezeichnungFrequenzbandTheoret. MaximumPraxis
Wi-Fi 4802.11n2,4 + 5 GHz600 Mbit/s100–200 Mbit/s
Wi-Fi 5802.11ac5 GHz3,5 Gbit/s300–800 Mbit/s
Wi-Fi 6802.11ax2,4 + 5 GHz9,6 Gbit/s500 Mbit/s – 1,5 Gbit/s
Wi-Fi 6E802.11ax2,4 + 5 + 6 GHz9,6 Gbit/shöher bei wenig Interferenz
Wi-Fi 7802.11be2,4 + 5 + 6 GHz46 Gbit/snoch wenig Endgeräte

Mesh-Systeme

In größeren Wohnungen oder Häusern reicht ein einzelner Router oft nicht aus, um überall stabiles WLAN zu liefern. Mesh-Systeme kombinieren mehrere WLAN-Zugriffspunkte zu einem nahtlosen Netz — Geräte wechseln automatisch zum stärksten Knoten. Verbreitete Lösungen:

Sicherheit

Aktuelle Router sollten WPA3 (mindestens WPA2) als Verschlüsselung nutzen. Veraltete Standards wie WEP oder WPA gelten als unsicher. Weitere Sicherheitsempfehlungen:

Router selbst kaufen oder mieten?

Bei einer 24-Monats-Laufzeit summieren sich Mietgebühren von 5 Euro/Monat auf 120 Euro — fast der Neupreis eines mittleren FRITZ!Box-Modells. Eigene Hardware lohnt sich: